Mädchentage im WUK, 20. bis 22. April 2010
Mehr als 35 Mädchen mit und ohne Behinderung erprobten sich im Rahmen der Mädchentage im WUK in für ihr Geschlecht (noch) untypischen Arbeitsbereichen.
Bereits zum zweiten Mal organisierte das WUK faktor.i die Mädchentage im WUK in Kooperation mit dem Wiener Töchtertag, dem Sprungbrett für Mädchen, Wien Work und Jugend am Werk.

Bereits am ersten Tag der Mädchentage im WUK nutzten 10 Mädchen die Möglichkeit zum Fähigkeitencheck im „Sprungbrett für Mädchen“, um sich vielfältigsten Herausforderungen und Aufgaben zu stellen. Am Mittwoch schnupperten 15 Mädchen in handwerklich-technischen Lehrberufen von WienWork und Jugend am Werk, die integrative Berufsausbildungen anbieten. Die Mädchen konnten die Berufe KFZ-Technikerin, Sanitär- und Klimatechnikerin, Metallbearbeiterin und Tischlerin ausprobieren und entdeckten dabei neue Berufsfelder, Fähigkeiten und Interessen.
Am Töchtertag selbst, 22.4.2010, wurden vom WUK insgesamt drei Workshops für Mädchen mit und ohne Behinderung angeboten. Im Workshop „Dinge die Blinken“ konnten die Mädchen Erfahrung mit Metall und Strom sammeln und die Mädchen lernten erste Löttechniken kennen. Im Workshop „Bilder die halten“ arbeiteten die Mädchen mit Holz und Stein. Der Umgang mit Schleifmaschine und Meißel bereitete ihnen viel Spaß.

„Lernen im Tun“ war das Motto dieser Tage und die neuen Erfahrungen in verschiedenen Berufen beeindruckten nicht nur die Mädchen. Auch die Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin Anica Matzka-Dojder, die zum Workshop „Schönes zum Anstecken, umhängen und tragen“ ins faktor.i kam, staunte über die vielfältigen Talente, die beim Sägen und feilen von Silber und beim Hantieren mit dem Gasbrenner sichtbar wurden. Sie sprach dort mit den Mädchen und mit der Geschäftsleiterin von WUK Bildung und Beratung, Ute Fragner, die davon überzeugt ist, dass Mädchen und junge Frauen nur durch das Ausprobieren von untypischen Berufen ihr Berufswahlspektrum erweitern.

Die Mädchentage im WUK waren für die Teilnehmerinnen eine große Bereicherung und haben viel Spaß gemacht. So manches Mädchen war von der Werkbank kaum mehr zu trennen und hat eine neue Leidenschaft zum handwerklich-technischen Bereich entdeckt. Für das WUK ist klar, dass weiterhin verstärkt im Bereich der geschlechtsspezifischen Berufsorientierung gearbeitet wird und weitere mädchenspezifische Akzente gesetzt werden.

In Zusammenarbeit mit verschiedensten KooperationspartnerInnen und dem Bundessozialamt Landesstelle Wien, das das WUK faktor.i und somit auch die Mädchentage aus Mitteln des Ausgleichtaxfonds fördert, werden Konzepte entwickelt, die Gender Mainstreaming in den Alltag der beruflichen Integration implementieren.
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>> Broschüre Mädchentage im WUK 2010 (PDF)