Mehr als 120 Betroffene, ExpertInnen und Interessierte besuchten die Diskussion „Die Realität der beruflichen Integration“ im Wiener WUK. Das WUK faktor i – das Informationszentrum für junge Menschen mit Handicap in Wien zum Schwerpunkt „Beruf“ feierte am 08.11.2007 seinen 5. Geburtstag.

Zu diesem Anlass wurde nicht nur bis kurz nach Mitternacht gefeiert, sondern auch „gearbeitet“. Drei Betroffene Jugendliche, die bislang noch keinen Job gefunden hatten, diskutierten mit ExpertInnen zum Thema "Die Realität der beruflichen Integration". Sie berichteten von ihren Erlebnissen in der Arbeitswelt und von ihren manchmal schwierigen Erfahrungen mit den institutionellen Hilfsangeboten. Zentrale Forderung der Jugendlichen war mehr Respekt von allen Seiten. Konkret sehen sie in gemeinsamen Workshops mit (arbeits-)erfahrenen Menschen eine Chance, die es ihnen ermöglichen könnte, sich besser auf das Berufsleben vorzubereiten.
Herr Hofrat Mario Jursitzky (Leitung Bundessozialamt, Landesstelle Wien), Frau Bretschneider (Tischlermeisterin & Spartenlehrlingsbetreuerin der Wirtschaftskammer Wien) und Frau Mag.a Andrea Dorr (KMU Austria - Evaluierung der integrativen Berufsausbildung) kamen ins Gespräch und auch hier gab es eine zentrale Botschaft (an die Betroffenen, ExpertInnen und an das Bundessozialamt): „Wir wissen zu wenig und haben deshalb Vorbehalte“. Diese Aussage stieß auf das Interesse des Fördergebers der Unterstützungsangebote in Wien und weitere Gespräche zu diesem Thema scheinen realistisch um hier langfristig Wirtschaftstreibenden „Fortbildungsangebote“ zu ermöglichen.

Dann präsentierte Martin Mayrhofer, ein blinder Wiener Kabarettist sein süffisant lustiges Debütprogramm: „Aus- schluss“. Er bot dem lachenden Publikum frei nach seinem Motto „Augen zu und durch“ eine andere Art des Lernens.

Mit der „DJ Line“ von Menschen mit und ohne Behinderungen wurde bis Mitternacht gefeiert.
